Die Zahlen der Häufigkeit des Auftreten einer Mastitis werden in der Literatur sehr unterschiedlich angegeben und reichen von 2 – 50%. Die Autoren einer Übersichtsarbeit von 2020 zur Häufigkeit und den Risikofaktoren einer Mastitis gaben an, dass etwa eine von vier stillenden Müttern in den ersten 26 Wochen nach der Entbindung an einer Mastitis erkrankt.
Die Mastitis kann grundsätzlich über die gesamte Stilzeit auftreten. Allerdings tritt sie meist in den ersten drei Monaten, insbesondere im ersten Monat nach der Geburt auf. In dieser Zeit verändert sich die Milch von Vormilch zu Übergangsmilch und schließlich zu reifer Milch. Die Milchbildung und das Stillen müssen sich erst etablieren. Auch eine verstärkte Brustdrüsenschwellung nach dem Milcheinschuss kann in dieser Zeit vorkommen und eine Mastitis begünstigen. Angst oder Stress können zu einem verringerten oder ausbleibendem Milchspendereflex („plötzlich kommt kaum noch Milch“) führen, was ebenfalls die Gefahr eine Mastitis zu entwickeln erhöht.
Der Zeit des Wochenbettes sollte also ganz besondere Beachtung geschenkt werden. Idealerweise sollte diese Zeit (in der u.a. die Etablierung des Stillens stattfindet) von Ruhe, Stillen und Kuscheln mit dem Baby gekennzeichnet sein.
Gönnt euch also diese Ruhe, stillt nach Bedarf und haltet viel Körperkontakt mit eurem Baby, um euren Stillstart optimal zu gestalten. Und wenn Probleme auftauchen, sucht euch möglichst früh Unterstützung!
In Kürze:
- Ca. eine von vier Frauen kann in der ersten 26 Wochen an einer Mastitis erkranken.
- Die Mastitis tritt erstmals meist in den ersten 3 Monaten nach der Geburt auf
- …am häufigsten in der 2. bis 4. Woche nach der Entbindung. In dieser Zeit findet der Wechsel von der Übergangsmilch zu reifer Muttermilch statt.
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Eure Chris aka -Das Stillmonster-
Quelle
Wilson, E., et al. (2020). „Incidence of and Risk Factors for Lactational Mastitis: A Systematic Review.“ J Hum Lact 36(4): 673-686.