Gesellschaftliches

Falsche Norm?

„Breast ist best!“… liest und hört man immer wieder.  „Breast ist best!“… Tatsächlich? Oder ist Stillen vielleicht einfach die normale Ernährungsform von Säuglingen? Warum der Satz „Breast ist best.“ nicht ganz unkritisch zu betrachten ist, darum geht es in unserem heutigen Beitrag!

Stillen sollte als biologische Norm und nicht als aktiv zu treffende Entscheidung wahrgenommen werden. „DAS BESTE“ suggeriert, dass Säuglings-Fremdnahrung ausreichen würde, und hebt das Stillen für manche Menschen auf ein unerreichbares Podest. Dies war das Ergebnis einer britischen Studie mit 1130 Teilnehmerinnen.

Auch von uns gibt es hier eigentlich Zustimmung. Klingt auch logisch oder? Die Brust geben und Muttermilch sind doch einfach das Beste für Babys!? Die Vorteile des Stillens sind wissenschaftlich klar belegt. Dennoch ist dieser Satz ein wenig kritisch zu betrachten, denn er suggeriert, dass Pre-Nahrung reicht und die Regel darstellt und hebt Stillen im Umkehrschluss auf ein Podest. Und das kann dann leider manchmal unerreichbar erscheinen. 

Dabei muss Stillen gar nicht auf ein Podest gestellt werden, denn

„Breast is NOT best,

it is the NORMAL way to feed the infant!“

(Brown, 2016)

Natürlich gibt es die Option Säuglinge mit Per-Nahrung zu versorgen und das ist auch gut so! Dennoch sollte Stillen zunächst einmal als biologische Norm angesehen werden. Einfach als normal. DAS muss in unserer Gesellschaft wieder ankommen. Es sollte über das Stillen geredet werden. Es sollte in der Familie und in der Öffentlichkeit wieder zur Regel und Normalität werden stillende Mütter zu sehen. Denn Stillen ist kein „Sahnetupferl“… Stillen ist normal. Stillen ist machbar!

Stillen muss gesehen, es muss darüber geredet und es muss WIEDER alltäglicher werden. Nur so kann es wieder in der Gesellschaft normalisiert werden!

Wie sind eure Erfahrungen? Schreibt gerne in den Kommentaren!

Eure Chris aka -Das Stillmonster-

Quelle

Brown, A. (2016). What Do Women Really Want? Lessons for Breastfeeding Promotion and Education. Breastfeed Med, 11, 702-170. doi:10.1089/bfm.2015.0175

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