Stillen stillt neben Hunger das Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit. Bei älteren Kleinkindern steht letzteres meist im Vordergrund. Stillen wird dann manchmal massiv eingefordert, was für die Mama anstrengend und „nervig“ sein kann. Doch steht dahinter ein Bedürfnis oder ein Wunsch? Bevor ihr ans Abstillen denkt… Schaut genau hin!
Abstillen oder eine Einschränkung des Stillens kann zwar die Mutter entlasten, Abstillen ohne Alternative ist aber niemals eine Lösung!
Stillen dient der Nahrungsaufnahme und dem Bedürfnis nach Nähe, Sicherheit und Geborgenheit. Je älter das Kleinkind wird, desto mehr rückt die Nahrungsaufnahme durch Stillen in den Hintergrund. Über den Tag wird genug feste Nahrung gegessen und Stillen findet häufig überwiegend nachts oder zwischendurch statt, um sich zu entspannen oder zu beruhigen.
Manchmal kommt es vor, dass Stillen vom (älteren) Kleinkind massiv eingefordert wird. Das wird dann sehr deutlich verbalisiert und zum Ausdruck gebracht. Zum Beispiel möchte das Kind immer genau dann an die Brust wenn Mama etwas anderes machen möchte oder das Kind nicht das bekommt was es gerade „will“. Gibt es dann auch nicht die Brust wird gequengelt, geweint… getobt! Dies kann als sehr anstrengend, unangenehm oder „nervig“ empfunden werden und führt oft zu der Überlegung Abzustillen.
Bevor man diese Entscheidung fällt, gilt es jedoch Hinzuschauen wann und warum ein Kleinkind das Stillen so enorm einfordert. Was ist das Bedürfnis? Denn ein Kind manipuliert nicht. Es macht das nicht um uns zu ärgern. Allerdings kann ein 3 oder 4jähriges Kind durchaus einschätzen, wie Mama reagieren wird. Und Stillen ist im Zweifel die ultimative Lösung. Dabei gibt es nämlich die volle Aufmerksamkeit und Nähe von Mama. Logisch, oder?
ABSTILLEN?
Das bedeutet nicht, dass man ständig die Brust anbieten muss, denn es ist ein Unterschied ob ein Bedürfnis nach Nähe besteht oder ob das Kleinkind z.B. Langeweile hat und Mamas Aufmerksamkeit haben möchte. Bedürfnis ist nicht gleich Wunsch! Mama darf und sollte eigene persönliche Grenzen setzen und Alternativen anbieten!
Es kann also hilfreich sein die Situationen genau zu beobachten und mit dem Kind zu sprechen. Es können dann Absprachen getroffen oder Alternativen angeboten werden. Alternativloses Abstillen löst meist nicht das Problem, sondern kann es verstärken. Möchtet ihr Abstillen oder das Stillen einschränken, redet also mit eurem Kind darüber und schaut gemeinsam nach Alternativen wie etwa Kuscheln!
Eure Chris aka -Das Stillmonster-