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Alkohol und der Milchspendereflex

Gelegentlich etwas Alkohol in der Stillzeit ist doch kein Problem… oder? Ein Gläschen zum Anstoßen, einen Wein zum Abendessen… ist das ein Problem in der Stillzeit? Doch! Alkohol hat einen Einfluss auf den Oxytocin- und Prolaktinspiegel. Diese Hormone sind wichtig für Milchproduktion und -abgabe. Der Milchspendereflex, der die Milchabgabe unterstützt wird also durch Alkohol gehemmt.!

Dies ist zwar auf die ersten Stunden nach dem Alkoholkonsum beschränkt…kann aber trotzdem zu Stillschwierigkeiten führen.

Die Studienlage zu Alkohol in der Schwangerschaft ist üppig, und eigentlich jeder Schwangeren ist klar, dass Alkoholkonsum in der Schwangerschaft zu negativen Folgen auf die Schwangerschaft und das ungeborene Kind führen kann. Aber wie ist das eigentlich in der Stillzeit? 

Auch hier gilt die Empfehlung möglichst auf Alkohol zu verzichten. Denn Alkohol geht über das Blut in die Muttermilch über, und damit beim Stillen auf das Baby. Dass das nicht gut ist, sollte klar sein. Hoffe ich doch. Wenn nicht dann ist es zumindest jetzt klar!

Aber unabhängig vom Alkoholgehalt kann sich Alkohol ungünstig auf das Stillen auswirken, denn solange Alkohol im mütterlichen Körper kursiert, hat dies Einfluss auf die Hormone Oxytocin und Prolaktin der Mutter. Während Prolaktin die Milchbildung anregt, wird durch Oxytocinausschüttung der Milchspendereflex in Gang gesetzt. Alkohol hemmt jedoch die Ausschüttung von Oxytocin und damit die Auslösung des Milchspendereflexes! Geringe Mengen Alkohol führen zwar nicht unbedingt zum Ausbleiben des Milchspendereflexes, können diesen aber verzögern. Dies hat zur Folge, dass weniger Milch als üblich abgegeben werden kann.

Besonders in den ersten Monaten nach der Geburt kann dies zu Stillschwierigkeiten führen, insbesondere wenn z.B. noch viel Stress hinzukommt. Denn dann kann es zu dem Phänomen kommen, dass „plötzlich die Milch weg ist“…. die Milch ist dann nicht wirklich weg, aber der Milchspendereflex fehlt oder ist verringert/ verzögert und die Milchabgabe ist dann reduziert. Hier hilft dann nur Ruhe, Kuscheln mit dem Baby und Weiterstilen, um die Oxytocinausschüttung zu unterstützen!

Wenn ihr also eh gestresst seid, oder das Stillen noch nicht „eingegrooved“ ist, solltet ihr am Besten völlig auf Alkohol verzichten.

Überdenkt also auch in dieser Hinsicht Alkoholkonsum in der Stillzeit!

Eure Chris aka -Das Stillmonster-

Quelle

Haastrup, M. B., Pottegård, A., & Damkier, P. (2014). Alcohol and breastfeeding. Basic Clin Pharmacol Toxicol, 114(2), 168-173. https://doi.org/10.1111/bcpt.12149 

 

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