Oh weh… wenn plötzlich die Brust auf einer Seite höllisch schmerzt, man sich fühlt als bekäme man eine Grippe und Fieber hinzukommt… kann dies eine Mastitis sein.
Die in der Stillzeit auftretende Mastitis ist eine Entzündung der Brust ohne oder mit Infektion durch Keime. Die Mastitis ist oft Folge eines Milchstaus und der Übergang zur Mastitis ist fließend. Um zügig und richtig handeln zu können, sollte jede stillende Mutter die Symptome von Milchstau und Mastitis kennen!
Zur besseren Unterscheidung hilft die Beurteilung der Symptome:
Milchstau: lokale Verhärtungen in der Brust ohne Fieber mit gutem Allgemeinbefinden trotz Schmerzen
Mastitis: Rötung, Überwärmung, Schwellung des Brustareals, sowie Fieber über 38,4°C mit starken Schmerzen und Unwohlsein. Das Gute: Die ausgeprägten Symptome reduzieren sich in der Regel nach 24 – 48 Stunden bei entsprechendem Verhalten und bedürfen oft keiner weiteren ärztlichen Behandlung. Beim erstmaligen Auftreten einer Mastitis (oft im Wochenbett) ist es ratsam sich Unterstützung und Rat durch Fachpersonal hinsichtlich des Stillens (Nachsorge-Hebamme, Stillberaterin…) einzuholen.
Sollte nach 24 – 48 Stunden keine Besserung eintreten oder sind beide Brüste gleichzeitig betroffen, sollte ein Arzt oder eine Ärztin hinzugezogen werden.
In Kürze:
Mastitis puerperalis = Brustentzündung in der Stillzeit
Symptome
Rötung, Überwärmung & Schwellung des betroffenen Brustareals UND Fieber > 38,4°C mit starken Schmerzen und Unwohlsein („grippeartiges“ Krankheitsgefühl)
Was genau bei einer Mastitits passiert, erfahrt ihr in Teil 2 …
Eure Chris aka -Das Stillmonster-
Quelle
AWMF (2013). „S3 Leitlinie Therapie entzündlicher Brusterkrankungen in der Stillzeit.“ 2023, from https://register.awmf.org/assets/guidelines/015-071l_S3_Therapie_entz%C3%BCndlicher_Brustentz%C3%BCndungen_Stillzeit_2__2013-02-abgelaufen.pdf.