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Der Milchspendereflex

Der Milchspendereflex sorgt dafür, dass Muttermilch in ausreichender Menge aus der Brust abgegeben wird. Beginnt ein Baby mit dem Saugen an der Brust wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Dies sorgt dafür, dass sich bestimmte Zellen in der Brustdrüse zusammenziehen. Die Muttermilch wird so durch die Milchgänge in Richtung Brustwarze gepresst. 

Ist die Oxytocinausschüttung reduziert oder bleibt sie aus (etwa durch Stress) hemmt dies den Milchspendereflex. Achtet also vor allem im Wochenbett auf genug Ruhe, um euch den Stillbeginn zu erleichtern!

Der Milchspendereflex ist grundlegend für das Stillen. Denn ohne eine Auslösung des Milchspendereflexes kann nur wenig Milch abgegeben/ gewonnen werden.

Nicht jede Mutter spürt den Milchspendereflex, aber wenn, wird er oft als leichtes bis starkes „Ziehen“ oder „Kribbeln“ in den Brüsten angegeben. Er erfolgt immer beidseitig, egal an welcher Brust das Baby gerade trinkt. Während einer Stillmahlzeit laufen immer mehrere Milchspendereflexe in einem von Frau zu Frau unterschiedlichem individuellem Muster ab. Der erste Milchspendereflex ist dabei meist der Stärkste und erfolgt in den ersten Minuten einer Stillmahlzeit. Die Dauer ist unterschiedlich, liegt aber meist zwischen 30 Sekunden und 3 Minuten. 

Der Milchspendereflex kann im Übrigen auch unabhängig von einer Stillmahlzeit einsetzen wenn ihr z.B. euer Baby weinen hört!

Zu Beginn der Stillzeit (besonders im Wochenbett) kann die Milchabgabe bei einem starken Milchspendereflex durchaus so hoch sein, dass es das Baby überfordert. Hier kann es vorkommen, dass ein Baby „zubeisst“ um so den Milchfluss durch Abdrücken der Milchgänge zu unterbrechen. Auch ein Wegdrehen des Kopfes kommt vor. Dann kann es hilfreich sein etwas Milch in ein Tuch o.ä. „Ablaufen“ zu lassen bevor das Baby weiter trinkt. Meist pendelt sich dieses Phänomen nach einigen Wochen von selbst ein. 

Aber auch ein verringerter oder ausbleibender Milchspendereflex kann in der Stillzeit (besonders im Wochenbett oder den ersten Monaten) vorkommen. Klassischerweise passiert dies bei einem hohen Stress-Level der Stillenden, da Stress die Oxytocinausschüttung hemmt. Hier hilft Ruhe, Kuscheln und Weiterstillen!

Habt ihr den Milchspendereflex gespürt? Kommentiert gerne!

Eure Chris aka Das Stillmonster

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