Schon in der Schwangerschaft findet über die Plazenta und das Blut ein Austausch von Zellen zwischen der Mutter und dem ungeborenen Kind statt. Es ist also möglich, dass zum Beispiel männliche DNA irgendwo im Körper der Mutter wiederfindet wenn diese einen Sohn bekommt. Auch das ungeborene Kind kann direkte mütterliche Zellen in sich tragen. Diese „fremden“ Zellen können im „Wirtskörper“ überleben und sich in den Organismus integrieren. So können sie durchaus lebenslang nachweisbar bleiben.
Auch beim Stillen kommt es durch die Muttermilch zur Übertragung mütterlicher Zellen auf den Organismus des Säuglings. Bestimmte Zellen, wie etwa Stammzellen oder Immunzellen, können im Gastrointestinaltrakt des Säuglings überleben und von dort in verschiedene Organe des Säuglings wandern. Hier scheinen sie die Entwicklung verschiedener Funktionen zu unterstützen.
Die genaue Funktion und die Auswirkungen auf die Gesundheit oder Krankheit des „Wirts“ ist wissenschaftlich bislang jedoch noch überwiegend unklar.
Klar ist: diese Übertragung kann stattfinden, und Zellen eines Kindes, ob ausgetragen oder nicht, können sich im Organismus der Mutter wiederfinden.
Habt ihr schon davon gehört?
Eure Chris aka -Das Stillmonster-
Quelle
Kinder, J. M., Stelzer, I. A., Arck, P. C., & Way, S. S. (2017). Immunological implications of pregnancy-induced microchimerism. Nat Rev Immunol, 17(8), 483-494. doi:10.1038/nri.2017.38