Während einer Stillmahlzeit ändert sich der Anteil des Fettes in der Muttermilch. Zu Beginn ist der Anteil meist geringer („Vordermilch“), am Ende höher („Hintermilch“). Dies ist jedoch auch abhängig von der Stillhäufigkeit, und nicht immer gleich. Bei kürzeren Abständen kann die „Vordermilch“ zum Beispiel so fettreich sein, wie die „Hintermilch“ zuvor.
Auch wenn die Menge des Fettes unterschiedlich ausfallen kann, so ist die Zusammensetzung des Fettes aus den verschiedenen Lipidarten bei Vorder- und Hintermilch sehr ähnlich.
Ein Säugling muss also keine bestimmte Zeit lang an einer Brust trinken. Ob weniger oft am Tag viel Milch, oder öfter weniger Milch getrunken wird spielt keine Rolle: Die Gesamtmenge der Milch (und der Fette) über 24 Stunden ist entscheidend. Und die ist in der Regel sehr ähnlich, egal in welchen Intervallen ein Säugling stillt.
Die Unterscheidung zwischen Vorder- und Hintermilch ist also im Alltag bei nach Bedarf gestillten Säuglingen nicht wichtig. Sie ist keine Differenzierung in nicht nahrhafte und nahrhafte Milch, sondern ist nur eine Beschreibung von Muttermilch zu verschiedenen Zeitpunkten.
Macht euch also nicht so viele Gedanken um Vorder- oder Hintermilch.
Wie sind eure Erlebnisse hierzu? Kommentiert gerne!
Eure Chris aka -Das Stillmonster-
Quelle
Takumi, H., Kato, K., Nakanishi, H., Tamura, M., Ohto, N. T., Nagao, S., & Hirose, J. (2022). Comprehensive Analysis of Lipid Composition in Human Foremilk and Hindmilk. J Oleo Sci, 71(7), 947-957. doi:10.5650/jos.ess21449