Gesellschaftliches

Stillförderung – Der Kampf einzelner Mütter?

Stillen liegt nicht nur in der Verantwortung der einzelnen Mütter! Was es noch braucht… das erfahrt ihr in unserem heutigen Beitrag! 

„Der Erfolg des Stillens liegt nicht allein in der Verantwortung der Frau – die Förderung des Stillens ist eine kollektive gesellschaftliche Aufgabe.“

(Rollins, 2016)

Wir brauchen politische Unterstützung und finanzielle Investitionen, um das Stillen zu fördern. Zu diesem Ergebnis kamen die Autoren um Rollins et al. 2016 nach umfangreicher Recherche und Meta-Analysen zu verschiedenen Determinanten des Stillens. Eine stillfreundliche Gesellschaft ist wichtig und kann Mütter in ihrem Wunsch zu stillen und dies auch langfristig fortzusetzen unterstützen!

Die Stillentscheidung, das Stillen und die Stilldauer werden beeinflusst durch die Gesellschaft in der wir leben. Der Wunsch zu Stillen und das weitere Stillen kann durch eine stillfreundliche Gesellschaft unterstützt werden. Dazu sind allerdings auch politische Unterstützung und Investitionen in die Stillförderung notwendig. Denn es kann nicht nur in der Verantwortung der Frauen liegen unseren Kindern das Stillen zu ermöglichen. Dafür braucht es Unterstützung und Strukturen. 

Mit der Nationalen Strategie zur Stillförderung hat Deutschland einen Anfang gemacht, um mehr Müttern zu ermöglichen mit dem Stillen zu beginnen und das Stillen länger fortzuführen. Die beschlossenen Maßnahmen müssen nun ausgearbeitet und umgesetzt werden. Stillen (auch langes Stillen!) muss in der Gesellschaft normalisiert werden! Jeder Mutter sollte es möglich sein zu stillen… so lange wie nötig! 

Hoffen wir also, dass die geplanten Maßnahmen der Nationalen Strategie zur Stillförderung in Deutschland zügig umgesetzt werden!

Eure Chris aka -Das Stillmonster-

Quelle

Rollins, N. C., Bhandari, N., Hajeebhoy, N., Horton, S., Lutter, C. K., Martines, J. C., Piwoz, E. G., Richter, L. M., & Victora, C. G. (2016). Why invest, and what it will take to improve breastfeeding practices? Lancet, 387(10017), 491-504. https://doi.org/10.1016/s0140-6736(15)01044-2 

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