Die Milch schießt überall hin, das Baby will trinken, kann sich vor lauter Milch aber kaum retten…und zack, ist die Milch im Auge statt im Mund.
Grund ist meist ein starker Milchspendereflex, gepaart mit einer überschießenden Milchproduktion. Der Milchspendereflex wird durch Oxytocinausschüttung ausgelöst, und läuft periodisch in einem individuellen Muster ab (Gardner et al., 2015).
Ein kurzes „Ablaufenlassen“ der Milch vor dem Anlegen kann dem Baby helfen mit der Milchmenge fertigzuwerden. Mit der Zeit und der Etablierung des Stillens reguliert sich dieses Phänomen meist von selbst!
Oh je… wenn die Milch unkontrolliert losschießt und auch auf der anderen Brustseite, auf der nicht gestillt wird die Milch tropft kann das ganz schön unangenehm für einen selbst und das Baby sein. Dieses Phänomen tritt besonders im Wochenbett auf, wenn das Stillen noch nicht etabliert ist und verschwindet mit der Zeit meist von selbst.
Der Milchspendereflex setzt ein, wenn Oxytocin ausgeschüttet wird, sorgt dafür, dass sich Zellen in der Brustdrüse zusammenziehen und die Milch durch die Milchgänge Richtung Brustwarze gepresst wird. Dies kann ausgelöst werden durch das Saugen den Babys, aber ggf. auch, wenn man nur an das Stillen denkt oder das Baby weint.
Sollte ein starker Milchfluss eurem Baby Probleme bereiten kann man bei Einsetzen des ersten Milchspendereflexes (vor oder zu Beginn des Stillens) ggf. Milch in ein Tuch oder in eine Auffangschale tropfen lassen. So ist der erste „Schwall“ weg, und euer Baby kann entspannt trinken.
Wie ist es euch ergangen? Wie habt ihr das gehandhabt?
Kommentiert gerne!
Eure Chris aka -Das Stillmonster-
Quelle
Gardner, H., Kent, J. C., Lai, C. T., Mitoulas, L. R., Cregan, M. D., Hartmann, P. E., & Geddes, D. T. (2015). Milk ejection patterns: an intra- individual comparison of breastfeeding and pumping. BMC Pregnancy Childbirth, 15, 156. doi:10.1186/s12884-015-0583-3