Wunde Brustwarzen können gerade zu Beginn der Stillzeit auftreten. Aufgrund langjähriger Erfahrung aus der Praxis empfehlen Experten Muttermilch oder Lanolin zur Behandlung wunder Brustwarzen. Was ihr nicht machen solltet:
Stillhütchen verwenden!
Diese beheben nicht die Ursache, was aber der erste Weg sein sollte! Also: Ursachenforschung, Abhilfe schaffen und dann lokal behandeln!
Wunde Brustwarzen sind schmerzhaft und können eine Eintrittspforte für Erreger darstellen.
Leider kommen wunde Brustwarzen gerade zu Beginn der Stillzeit oft vor und erschweren möglicherweise den Stillbeginn. Ursache kann z.B. anhaltendes starkes Saugen ohne Milchfluss (etwa vor Eintritt des Milcheinschusses), eine suboptimale Stilltechnik oder auch Saugtechnik des Kindes sein. Dies sollte zunächst überprüft werden!
Laut der Leitlinie zur Therapie entzündlicher Erkrankungen in der Stillzeit ist die wissenschaftliche Datenlage zur Therapie wunder Brustwarzen ist bislang unzureichend.
Es besteht jedoch klinischer Konsens von Experten, dass die lokale Behandlung der Brustwarzen mit Lanolin oder Muttermilch eine hohe Zufriedenheit und Akzeptanz der betroffenen Frauen zur Folge hat, und auf dieser Grundlage empfohlen werden kann.
Nach dem Stillen können z.B. einige Tropfen Muttermilch ausgestrichen und auf der Brustwarze verteilt, oder eine Lanolin-haltige Salbe aufgetragen werden.
Stillhütchen versprechen im ersten Moment vielleicht Besserung, bekämpfen aber fast nie die Ursache und können weitere Probleme mit sich bringen. Daher sollte die Nutzung von Stillhütchen in diesem Zusammenhang sehr kritisch betrachtet werden.
Hattet ihr auch mit wunden Brustwarzen zu kämpfen?
Schreibt gern in die Kommentare!
Eure Chris aka -Das Stillmonster-
Quelle
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.(2013). S3-Leitlinie: Therapie entzündlicher Brusterkrankungen in der Stillzeit. Retrieved from https://register.awmf.org/assets/guidelines/015-0711_S3_Therapie_entz%C3%BCn dlicher_Brustentz%C3%BCndungen_Stillzeit _2.2013-02-abgelaufen.pdf