Muttermilch ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Sie ist eine Flüssigkeit, die sich dem Bedarf eines Babys oder Kindes perfekt anpassen kann.
Gerade zu Infektzeiten ist Stillen richtig nützlich. Sobald eine Mutter mit Erregern (Viren, Bakterien…) in Kontakt kommt (ob mit Symptomen oder nicht) und spezifische Antikörper bildet, werden diese über die Muttermilch an das gestillte Kind weitergebeben. So kann sich der Körper des Kindes schon mit den Erregern auseinandersetzen, bevor es vielleicht erkrankt… oder eine Ansteckung bleibt direkt aus, da die Erreger quasi „im Keim erstickt werden können“.
Auch andersrum funktioniert dieses System. Es wird angenommen, dass Erreger über den Speichel des Kindes und Rückfluss von Milch in die Milchgänge der Mutter übertragen werden. Dies löst Reaktionen im mütterlichen Körper aus, in deren Folge spezifische Abwehrstoffe gebildet werden und in die Muttermilch gelangen. So wird zum einen die Mutter und das Brustdrüsengewebe vor Infektionen geschützt, zum anderen wird das Immunsystem des gestillten Kindes unterstützt.
Habt ihr oder euer Kind also einen Infekt, stillt einfach weiter!
Wie sind eure Erfahrungen? Schreibt gern in die Kommentare.
Eure Chris aka Das Stillmonster
QUELLE
Hassiotou, F., & Geddes, D. T. (2015). Immune cell-mediated protection of the mammary gland and the infant during breastfeeding. Adv Nutr, 6(3),267-275. doi:10.3945/an.114.007377